Hungerstreikende lehnen das Angebot der Kanzlerkandidaten ab

Es ist eine Anklage: „Wir sind die letzte Generation, die noch handlungsfähig ist. Es gibt nur diesen einen Planeten zum Überleben.“ Und deshalb sind sechs junge Menschen in den Hungerstreik im Klimacamp Berlin getreten „bis die Politik handelt“. Sie sehen mit dieser Wahl offenbar die letzte Chance. Es sind jetzt schon 20 Tage und die Politiker, die gerade in ihrem Wahlkampf um Leben und Zukunft pokern, haben sich noch nicht sehen gelassen. Sie werden wohl auch nicht die notwendigen Maßnahmen liefern nach der Bundestagswahl. Zwei der Hungerstreikenden befinden sich im Krankenhaus. Greanpeace appelierte nun an sie: „Wir teilen das Anliegen der Protestierenden um ihre Zukunft, aber wir appellieren an sie, aus Sorge um ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen, diese Zukunft und ihr junges Leben nicht aufs Spiel zu setzen“. (Spiegel, 20.09.2021)

Der US-amerikanische Präsident Jo Biden hatte es – nach den verheerenden Naturkatastrophe in den USA – kürzlich auf den Punkt gebracht: „Das Land und die Welt sind in Gefahr. Das ist keine Übertreibung. Das ist eine Tatsache“. Dieser Planet Erde würde das überstehen, aber ob die Menschen darauf noch vorkämen, wüsste er nicht.

„Wir sind verzweifelt, weil alle anderen Arten des Engagements realpolitisch leider extrem wenig gebracht haben. Die Emissionen steigen einfach weiter“ teilt sie Medien mit. Und sie haben Forderungen aufgestellt. (16.09.2021, Hans-Dieter Hey, Fotos: Rudi Denner)

Die Forderungen der Hungerstreikenden:

„1. Ein sofortiges Gespräch mit Ihnen, den drei Kanzlerkandidat*innen Herrn Laschet, Herrn Scholz und Frau Baerbock, über den Mord an der jungen Generation.

2. Das Versprechen von Ihnen, in einer neuen Regierung direkt einen Bürger*innenrat einzuberufen. In diesem sollten Sofortmaßnahmen gegen die Klimakrise, unter anderem eine 100% regenerative Landwirtschaft, besprochen werden.

Wir beenden den Hungerstreik wenn unsere Forderungen erfüllt sind. Unser Leben liegt wortwörtlich in Ihren Händen.“

Erklärung zum Hungerstreik:

 

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